≡ Menu

Die dritte Phase der Französischen Revolution (1795 bis 1799)

Die dritte Phase der Französischen Revolution markierte auch ihren finalen Abschnitt.

Sie führte zum Aufstieg Napoleon Bonapartes.

Unterteilung der dritten Phase

Die dritte Phase der Französischen Revolution dauerte von 1795 bis 1799 und lässt sich ihrerseits in drei Phasen untergliedern: Die erste Phase umfasste den Thermidorianer-Konvent, während die beiden restlichen Phasen die Verläufe von erstem und zweitem Direktorium darstellten.

Weißer Terror

Nach Sturz und Hinrichtung Maximilien de Robespierres setzte ein Abschnitt des sogenannten „weißen Terrors“ ein, der den Gegenpart zum „roten Terror“ der Jakobiner bildete. Die Jakobiner, die verantwortlich für den Tod zahlreicher Menschen waren, wurden nun ihrerseits in Paris verfolgt, verhaftet und oft zum Tode durch die Guillotine verurteilt. Aber auch in den Provinzen kam es zur Jagd auf die Jakobiner durch den Pöbel.

Im Laufe der Zeit ebbte der Terror ab und im Volk kehrte wieder Ruhe ein. Die Presse erhielt die Berechtigung, ihre Meinung frei zu veröffentlichen. Von den Zeitungen wurde Robespierre die alleinige Verantwortung für die Schreckensherrschaft zugeschoben. Auch zahlreiche Konventmitglieder distanzierten sich von Robespierres Politik und ließen verlauten, dass sie noch nie Anhänger des Terrors gewesen sein.

Der zuvor beinahe allmächtige Wohlfahrtsausschuss wurde in vielen Kompetenzen beschnitten. In Paris erfolgte die Schließung des Jakobinerclubs. Auch die Gefängnisse leerten sich, weil Hunderte von Häftlingen in die Freiheit entlassen wurden.

Ab Februar 1795 herrschte zudem wieder Glaubensfreiheit im Land und die Kirchen durften erneut öffnen. Diese politische Wende wurde auch als „Thermidor-Reaktion“ bezeichnet, weil sie im Thermidor (Hitzemonat) des Revolutionskalenders begann. Die Thermidorianer standen fest zur Republik und wollten nun die Früchte der Revolution durch eine neue Verfassung ernten.

Auswirkungen auf das alltägliche Leben

Auch das Alltagsleben und die Kultur der Menschen war durch die Französische Revolution tiefgreifend verändert worden. So bestand mit dem Revolutionskalender eine neue Zeitrechnung, die mit dem Jahr I der Republik einsetzte. Den Tag teilten die Revolutionäre in zehn Stunden ein, die eine längere Dauer hatten. Ebenso erfolgte die Änderung der Monatsnamen, die sich nach den Jahreszeiten richteten.

Die Frühlingsmonate wurden nun als Germinal, Florial und Prairial bezeichnet. An die Stelle der traditionellen Sieben-Tage-Woche trat ein Zehn-Tage-Zyklus. Das bedeutete, dass nicht jeder siebte Tag arbeitsfrei war, sondern lediglich jeder zehnte. Für Münzen, Gewichte und Maße erfolgte eine Umstellung auf das Dezimalsystem.

Weil die Presse wieder relativ frei schreiben konnte, kam es zu einer deutlichen Steigerung der Zeitungsauflagen, was wiederum die politische Kultur anregte.

Einen wichtigen Anteil am politischen Leben hatten zudem die Clubs inne, die über eine große Vielfalt verfügten. So gab es sowohl Volksgesellschaften bis hin zu intellektuellen Diskussionskreisen. Besonders für die Frauen boten diese Clubs oft die einzige Gelegenheit, sich politisch zu engagieren.

Versuche der Stabilisierung

Nach Robespierres Ende herrschte im Nationalkonvent weitgehend Einigkeit darüber, dass Wirtschafts- und Eigentumsinteressen des Besitzbürgertums gewahrt werden sollten. Aus diesem Grund wurden die Jakobiner und Sansculotten als Volksbewegung in ihre Schranken gewiesen. Aber auch gegen die Royalisten, die ein erneutes Königtum anstrebten, ging die neue Regierung vor.

Am 24. Dezember 1794 erfolgte die Einstellung der Höchstpreisgrenze und der Getreidehandel war wieder vollkommen offen. Das bedeutete jedoch, dass mit Lebensmitteln wieder spekuliert werden durfte. Es kam zu einer Inflation sowie zur Entwertung der Assignaten. Anstelle von Papiergeld nahmen die Bauern daher nur noch Münzen als Zahlungsmittel an. Die Folge davon waren Lebensmittelknappheit und Hungersnot.

Das Großbürgertum, das Handel trieb, Aufkäufer von Nationalgütern sowie Lieferanten der Armee konnten jedoch profitieren, sodass viele von ihnen zu Neureichen aufstiegen. Von ihnen wurden die Jakobiner und Sansculotten energisch bekämpft.

Prairialaufstand

Zu einem der letzten großen Volksaufstände der Französischen Revolution wurde der Prairialaufstand vom 20. bis 23. Mai 1795. Er war die Folge der sozialen und wirtschaftlichen Krise im Land. Aufgrund der Nahrungsmittelknappheit und der stark angestiegenen Preise herrschte vor allem in den ärmeren Vierteln von Paris eine Hungersnot, während die neuen Eliten in Saus und Braus lebten.

Zwischen dem 20. und 23. Mai zogen Scharen von Demonstranten in die Innenstadt von Paris und skandierten „Brot oder Tod“. Vom Nationalkonvent wurden die Protestierenden für gesetzlos erklärt. Als sich ihnen ein Abgeordneter in den Weg stellte, verlor er seinen Kopf, den der Mob auf eine Pike steckte und dem Parlamentspräsidenten vorführte.

Vorübergehend gewannen die Aufrührer die Oberhand in Paris. Als jedoch tausende regierungstreue Soldaten eintrafen, ließ sich der Aufstand niederschlagen. Es kam zu vielen Verhaftungen und 36 Todesurteilen.

Die Direktoriums-Verfassung

Der Nationalkonvent arbeitete eine neue Verfassung aus, die sich in erster Linie auf die Belange des Mittelstandes konzentrierte. Am 22. August beschloss der Konvent die Verfassung, die durch eine Volksabstimmung Bestätigung erhielt. Am 23. September konnte sie in Kraft treten.

Zum ersten Mal entstand in Frankreich ein Zwei-Kammer-System. Es wurde aus dem Rat der 500 zusammengesetzt, dem die Gesetzesinitiative oblag. Ein weiterer Bestandteil war der Rat der 250 bzw. Rat der Alten, der ausschließlich Personen ab 40 Jahren offenstand. Er musste den Gesetzesvorlagen zustimmen.

Nach einer Vorschlagsliste des Rats der 500 bestimmte der Rat der Alten das regierende Direktorium, das wiederum aus fünf Mitgliedern bestand. Von diesem Direktorium wurde die Exekutive gebildet.

Das Besitzbürgertum hatte mit dem Direktorium an Macht gewonnen, der revolutionäre Geist verlor dagegen zunehmend an Bedeutung.

Der Aufstand der Royalisten

Nach dem Scheitern der Volksbewegung sahen nun die Royalisten ihre Zeit gekommen und probten am 5. Oktober 1795 den Aufstand in Paris. Es kam in der Hauptstadt zu einem Kampf zwischen den Royalisten und den Truppen der französischen Republik. Dass die Schlacht siegreich für die Republikaner endete, war vor allem dem Offizier Napoleon Bonaparte zu verdanken. Er sollte die dritte Phase der Französischen Revolution entscheidend prägen.

Da Paul de Barras (1755-1829), der Oberbefehlshaber der französischen Armee im Landesinneren, nicht genügend militärische Erfahrung besaß, griff er auf den jungen korsischen Artillerieoffizier zurück, der die Angreifer durch konzentriertes Geschützfeuer zusammenschießen ließ und damit den Aufstand beendete. Zum Dank erhielt Napoleon die Beförderung zum Generalmajor und stieg zum Oberkommandierenden der Streitkräfte im Inneren auf.

Verschwörung der Gleichen und Staatsstreich

1795 entstand unter der Führung des Revolutionärs François Noël Babeuf ein frühsozialistischer Geheimbund namens „Verschwörung der Gleichen“. Er plante den Sturz des großbürgerlichen Direktoriums sowie das Einführen einer frühen Form der kommunistischen Gesellschaft zu Gunsten des Proletariats sowie der landlosen Bauern. Am 27. Februar schloss Napoleon Bonaparte auf Befehl des Direktoriums den Club der Gleichen.

Im Mai 1796 erfolgte die Verhaftung von Babeuf und zahlreichen seiner Anhänger. Babeuf erhielt die Todesstrafe und starb am 27. Mai 1797 unter der Guillotine.

Diese erneute Niederlage bewirkte eine weitere Stärkung der Royalisten bei den Wahlen im April 1797. Am 4. September 1797 führten drei der fünf Direktoren einen Staatsstreich durch, damit es nicht zu einer günstigen Wende für die Royalisten kam. Zwei Direktoren sowie mehrere Abgeordnete wurden verhaftet und Paris von Soldaten besetzt. Die Truppen erhielten die drei Direktoren von Bonaparte und General Hoche (1768-1797).

Der korrupte Lebemann Paul de Barras übernahm mit Jean François Reubell und Louis-Marie de la Révellière-Lépeaux im Direktorium die Macht. 177 Mandate der Abgeordneten wurden ungültig, sodass die Verfechter der Monarchie zunächst entmachtet waren. 1798 und 1799 folgten weitere kleinere Staatsstreiche.

Export der Französischen Revolution ins Ausland

Die Ausweitung der Französischen Revolution in die benachbarten Länder wurde von dem Thermidorianern aktiv betrieben. Bereits 1794 war es gelungen, die Österreichischen Niederlande zu annektieren. Als die Revolutionsarmee bis nach Holland vordrang, entstand dort die Batavische Republik. Auch über die linksrheinischen deutschen Regionen übten die Franzosen die Vorherrschaft aus.

Mit Preußen konnte am 5. April 1795 Frieden geschlossen werden. Als Hauptgegner auf dem Kontinent blieb nun vor allem Österreich, was 1796/97 zum Italienfeldzug führte.

Der Italienfeldzug

Am 2. März 1796 erhielt General Bonaparte vom Direktorium den Oberbefehl über die Italienarmee. Sein Heer umfasste 41.500 Soldaten und stand 47.000 Österreichern und Piemontesen gegenüber, die über eine deutlich bessere Ausrüstung verfügten als die Franzosen.

Um die zahlenmäßige Unterlegenheit auszugleichen, beschloss Napoleon, seine Gegner getrennt anzugreifen. Am 12. April 1796 gelang ein Sieg bei der Schlacht von Montenotte. Nur einen Tag später schlug er die sardinisch-piemontesischen Streitkräfte in den Schlachten von Millesimo und Dego, wobei er umfangreiche Flankenoperationen unternahm. Sardinien-Piemont musste am 18. Mai den Frieden von Turin schließen und Nizza und Savoyen Frankreich überlassen.

Vormarsch in die Lombardei

Napoleon wandte sich nun gegen die Österreicher und besiegte sie am 10. Mai 1796 in der Schlacht von Lodi. Dabei soll er selbst über die strategisch wichtige Brücke über die Adda vorangestürmt sein. Mitte Mai konnte Bonaparte in Mailand, der Hauptstadt der Lombardei, einmarschieren, während sich die Österreicher in die Festung Mantua zurückzogen.

Der neue österreichische Befehlshaber Feldmarschall Dagobert Wurmser (1724-1797) konnte die Franzosen zeitweilig zum Rückzug zwingen, verlor jedoch im September einige Gefechte und war gezwungen, sich wieder nach Mantua zurückzuziehen. Die Franzosen belagerten die Festung bis zu deren Kapitulation am 2. Februar 1797.

Angriff auf den Kirchenstaat

Ein weiteres Angriffsziel Napoleons bildete der Kirchenstaat, weil dieser als Sammelbecken für französische Gegner der Revolution diente. Bei seinem Feldzug besetzte Bonaparte ab Februar 1797 den gesamten Kirchenstaat und schloss einen Friedensvertrag mit Papst Pius VI.

Ende des Ersten Koalitionskrieges

Nach der Sicherung der Flanken war der Weg für Napoleon nach Österreich frei. Am 7. April 1797 konnten seine Truppen in Leoben einmarschieren und Wien bedrohen.

Weil sich der größte Teil der österreichischen Streitkräfte am Rhein befand, blieb Kaiser Franz II. am 18. April nichts anderes übrig, als den Vorfrieden von Leoben zu schließen. Am 17. Oktober beendete der Frieden von Campoformio den seit 1792 andauernden Ersten Koalitionskrieg. Einziger Gegner Frankreichs blieb vorerst Großbritannien. Außerdem entstand mit der Cisalpinischen Republik eine italienische Tochterrepublik, die von Frankreich abhängig war.

Für Napoleon bedeutete der siegreiche Italienfeldzug einen Meilenstein in seiner Karriere. In Paris wurde er wie ein Held gefeiert. Das Direktorium plante zunächst, mit Bonaparte an der Spitze den Ärmelkanal zu überqueren und England direkt anzugreifen. Weil die britische Flotte jedoch zu stark war, verwarfen die Direktoren dieses Vorhaben wieder und versuchten stattdessen Großbritannien wirtschaftlich zu blockieren.

Expedition nach Ägypten

Napoleon träumte derweil davon, Großbritannien durch die Einnahme Ägyptens zu schlagen, weil den Briten dadurch der eminent wichtige Handelsweg nach Indien abgeschnitten würde. Darüber hinaus beabsichtigte Bonaparte, seinen eigenen Ruhm durch einen erfolgreichen Feldzug zu steigern.

Im Mai 1798 konnte sich Napoleon in Toulon mit seiner Armee einschiffen. Begleitet wurde die Expedition von 167 Wissenschaftlern und Gelehrten. Das Direktorium gab das Ziel aus, der britischen Vormachtstellung im Mittelmeer ein Ende zu bereiten und Ägypten zur französischen Provinz zu machen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt plante Napoleon insgeheim nach seiner erfolgreichen Rückkehr, einen Staatsstreich gegen das Direktorium vorzubereiten, und führte deswegen einen geheimen Briefkontakt mit Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (1754-1838), der später zu seinem Außenminister aufstieg.

Landung in Ägypten

Nach der widerstandslosen Besetzung von Malta am 9. Juni 1798 landeten die Franzosen an der ägyptischen Küste und nahmen am 2. Juli Alexandria ein. Am 21. Juli kam es in der Nähe von Gizeh zur Schlacht bei den Pyramiden gegen die osmanisch-ägyptische Armee, die von General Bonaparte entscheidend geschlagen wurde. Die Franzosen konnten nun Kairo und das restliche Ägypten besetzen.

Dann jedoch mussten die Franzosen am 2. August bei der Seeschlacht bei Abukir gegen die britische Flotte unter Lord Nelson eine herbe Niederlage einstecken. So kam es zur kompletten Vernichtung der französischen Seestreitmacht. Damit war die Verbindung zwischen dem Expeditionskorps und Frankreich unterbrochen. Auch ein Rücktransport der Armee war nicht mehr möglich. Außerdem erklärte das Osmanische Reich unter dem Druck der Engländer Frankreich den Krieg.

In Paris ging das Direktorium mittlerweile von einer Niederlage Napoleons aus. Die Direktoren überließen es ihm, Ägypten zu verteidigen oder das Osmanische Reich anzugreifen.

Tatsächlich ging Napoleon im Februar 1799 militärisch gegen Syrien vor. Nach anfänglichen Erfolgen gelang es ihm jedoch nicht, die wichtige Stadt Akkon einzunehmen. Auch aufgrund von Seuchen und der großen Hitze trat Bonaparte den Rückzug nach Ägypten an. Dort konnte er am 25. Juli die Osmanen bei der Schlacht um Abukir schwer schlagen.

Zweiter Koalitionskrieg

In Frankreich hatte sich inzwischen die politische Lage weiter verschlechtert. Die Russen, die dem Osmanischen Reich nahestanden, hatten ein Bündnis mit Großbritannien geschlossen. Als die Österreicher, die die Gründung der französischen Tochterrepubliken als Bedrohung betrachteten, der russischen Armee den Durchmarsch durch ihr Territorium gestatteten, sah das Direktorium dies als Bruch des Friedensvertrages an und erklärte Österreich den Krieg, sodass der Zweite Koalitionskrieg ausbrach.

Da die Briten in Holland landeten und Neapel in den Krieg eingriff, musste sich Frankreich an mehreren Fronten verteidigen.

Napoleons Rückkehr nach Frankreich

Als Napoleon von der schlechten militärischen Situation sowie der Misswirtschaft des Direktoriums erfuhr, kehrte er am 23. August 1799 kurzerhand nach Frankreich zurück, ohne dazu aufgefordert worden zu sein.

Als Napoleon Frankreich erreichte, begrüßte ihn das Volk voller Freude. Die Menschen erhofften sich von dem Kriegshelden, dass er ihnen half und die politischen Probleme löste. In das Direktorium hatten sie kein Vertrauen mehr. So herrschten wieder einmal Inflation und Wirtschaftskrise.

Staatsstreich des VIII. Brumaire

Einer der Direktoren war der Abbé Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836), der zu den Hauptdenkern der Revolution gehörte und insgeheim gegen das Direktorium konspirierte. Nach Napoleons Rückkehr verbündete er sich mit Bonaparte, um die militärische Rückendeckung für einen Staatstreich zu erhalten. Und am 9. November kam es zum Staatsstreich des VIII. Brumaire.

Unter dem Vorwand, dass die Neujakobiner einen Putsch planten, erfolgte die Evakuierung beider Kammern der Nationalversammlung nach Schloss Saint-Cloud. Napoleon übernahm die Sicherung von Paris. Die drei Direktoren Sieyès, Roger Ducos und Paul de Barras reichten ihren Rücktritt ein. Die restlichen beiden Direktoren Moulin und Gohier wurden abgesetzt. Damit besaß Frankreich keine Führung mehr.

Bonaparte hatte zunächst gegen den Rat der 500 einen schweren Stand und wurde von den Abgeordneten bedrängt. Sein Bruder Lucien, der als Vorsitzender des Rates der 500 fungierte, stand ihm jedoch bei und bekundete, dass er seinen Bruder persönlich mit dem Säbel töten würde, wenn er die Revolution verriete. Von den Soldaten des Kavallerieoffiziers Joachim Murat wurde der Saal anschließend geräumt.

Unter dem militärischen Druck stimmten die Abgeordneten in der Nacht schließlich zu, die Verfassung zu ändern. Es wurde eine vorläufige Regierung aus drei Konsuln gebildet. Diese waren Napoleon Bonaparte, Roger Ducos und Emmanuel Joseph Sieyès. Die Bevölkerung von Paris verhielt sich ruhig, sodass die Umstürzler ihr Ziel erreicht hatten und eine neue Verfassung ausarbeiten konnten.

Ende der Französischen Revolution

Die Verabschiedung der neuen Verfassung des Konsulats fand am 13. Dezember 1799 statt und trat am 25. Dezember in Kraft. Dem im Volk beliebten Napoleon gelang es rasch, Sieyès und Ducos auszubooten und die ganze Macht als faktischer Alleinherrscher in den Händen zu halten. So erfüllten die beiden anderen Konsuln lediglich beratende Funktionen, während Bonaparte die Gesetze erließ.

Am 13. Dezember erklärte Napoleon Bonaparte als Erster Konsul die Französische Revolution für abgeschlossen, womit auch ihre dritte und letzte Phase endete.